GoBD? Was ist aus der GDPdU geworden?

Die GDPdU (Grundsätze zum Datenzugriff und zur Prüfbarkeit digitaler Unterlagen) wurden durch die GoBD (Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form sowie zum Datenzugriff) ersetzt.

 

Was hat sich geändert?

Eigentlich nichts. Es wurden die GoBS (Grundsätze ordnungsmäßiger DV-gestützter Buchführungssysteme) von 1995 mit den GDPdU zusammengelegt und in Form der GoBD weiter konkretisiert.

 

Was beinhalten die GoBD?

Die GoBD betreffen allgemein wie Unternehmen ihre Buchhaltung zu führen haben, damit das BMF die steuerrechtlich relevanten Daten in zulässiger Weise prüfen kann. Dabei beziehen sich die GoBD insbesondere auf digital gespeicherte Daten, aber auch auf Dokumente und Belege in Papierform. In erster Linie bestimmen die GoBD wie Unternehmen ihr Datenverarbeitungssystem zu gestalten haben, um eine rechtskonforme Prüfung relevanter Daten zu ermöglichen.

Da die meisten (insbesondere kleinere) Unternehmen Datenverarbeitungssysteme nutzen die von anderen Firmen entwickelt werden, besteht die Hauptverantwortung solcher Unternehmen darin ein GoDB-konformes System in korrekter Weise anzuwenden.

 

Sind die GoBD ein Gesetz?

Nein, die GoBD sind vom BMF ausgearbeitete Grundsätze, welche verschiedene Gesetze in möglichst praxistauglicher Weise konkretisieren. Für die Praxis ändert das aber nicht viel, da das BMF natürlich die Nichteinhaltung der GoBD beanstanden wird, was zu großen Problemen für Unterhmen führen kann (siehe weiter unten). Die GoBD sind also die konkreten Grundsätze, welche die heutige Buchhaltung der Unternehmen zu befolgen haben, um keinen Ärger mit dem BMF zu bekommen.

 

Ab wann gelten die GoBD?

Die GoBD wurdem im November 2014 verfasst und sind für alle Unterlagen ab dem 1.1.2015 gültig! Dies heißt letztendlich, dass die Buchhaltungsdaten welche ab 2015 mit nicht GoDB-konformen Kassen erzeugt wurden, verworfen werden, und das BMF die entsprechenden Beträge schätzt. Dies kann teuer werden und muss nicht sein. Bitte informieren Sie sich rechtzeitig.

 

 

Die Aberkennung der ordnungsgemäßen Kassenführung kann schon bei kleineren Formalfehlern erfolgen.

Das kann Ihrem Betrieb einen Schaden anrichten, der in die Hunderttausende geht. Da hilft auch die Aussage nicht:

Ich habe das nicht gewusst“ oder

Mein Steuerberater hat mir davon nichts gesagt“.

Sie haften Persönlich für die Verfügbarkeit der Daten.

 

 

Kann ich auch ohne Kasse arbeiten?

Bei dieser Frage bezieht sich die Floskel „ohne Kasse“ darauf, dass ohne eine elektronische Registrierkasse, PC-Kasse, oder Touchkasse gearbeitet wird. Dies ist grundsätzlich selbst nach dem Erlass der GoBD möglich, aber mit erheblichem Mehraufwand verbunden!

Die offene Ladenkasse (nach „Schubladenkasse“ genannt) wird von den Betriebsprüfern gerne auseinandergenommen und verworfen, d. h. hier ist Ihr Risiko der Steuernachzahlung am größten. Deshalb sind die Anforderungen an eine ordnungsgemäße Kassenführung erhöht und mit mehr Aufwand verbunden, als bei einer Kassenführung mit einer Registrierkasse.

Die Aberkennung der ordnungsgemäßen Kassenführung kann schon bei kleineren Formalfehlern erfolgen. Hier die wichtigsten im Überblick:

  1. Bei Schubladenkassen ist ein gesonderter Tageskassenbericht für jeden Tag handschriftlich auszufüllen
  2. Der Tageskassenbericht wird nur anerkannt, wenn mit dem Kassenbestand am Geschäftsschluss in der obersten Zeile begonnen wird. Ziel ist es hierbei nicht den Tagesendbestand zu ermitteln, diesen hat der Unternehmer bereits durch den täglich vorzunehmenden Kassensturz ermittelt, Ziel ist hierbei lediglich, dass der Tagesumsatz rechnerisch ermittelt werden kann.
  3. Der Abgleich zwischen Kassen-Soll und Kassen-Ist-Bestand muss täglich gesichert sein (Kassensturzfähigkeit). Zahlreiche Überschreibungen, nachträgliche Änderungen, Rechenfehler und Streichungen im Kassenbuch rechtfertigen die Verwerfung der Kassenführung durch die Finanzverwaltung.
  4. Damit die Ordnungsmäßigkeit gesichert ist, müssen alle Beträge centgenau dokumentiert und eingetragen sein. Die Ein- und Ausgaben müssen in der richtigen Reihenfolge des Datums erfasst werden. Außer-Haus-Umsätze sind getrennt aufzuzeichnen.
  5. Geldtransit ist an dem Tag des Bargeldflusses in die Kasse ein- oder auszutragen, auch wenn die Wertstellung der Bank erst später erfolgt.

 

 

 

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LUTZ Kassensysteme GmbH
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